Was du vor dem Kauf eines Hundes wissen solltest – aus tierärztlicher Sicht
Von Dr. med. vet. Katja Feuerbacher
Tiermedizinzentrum am Zauberberg, Kelkheim
Ein Hund soll einziehen. Vielleicht hast du schon eine bestimmte Rasse im Kopf, vielleicht schaust du bereits nach Welpen im Internet oder hast dich sogar schon in ein Foto verliebt. Genau an diesem Punkt lohnt es sich, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Denn die wichtigste Frage beim Hundekauf lautet für mich nicht:
Wo finde ich einen Welpen?
Sondern:
Welcher Hund passt wirklich zu meinem Leben?
Mit diesem Thema habe ich mich in letzter Zeit nicht nur als Tierärztin beschäftigt, sondern auch ganz persönlich. Mit unserer Border-Terrier-Hündin Queeny ist bei uns selbst wieder ein Welpe eingezogen.
Obwohl ich jeden Tag mit Hunden unterschiedlichster Rassen arbeite, haben wir uns vorher sehr genau mit Rasse, Charakter, Gesundheit, Zucht und Herkunft auseinandergesetzt.
Denn auch als Tierärztin kann ich mich in einen Welpen verlieben.
Gerade deshalb finde ich es wichtig, die entscheidenden Fragen vorher zu beantworten.
Muss es überhaupt ein Welpe vom Züchter sein?
In deutschen Tierheimen, auf Pflegestellen und bei seriösen Tierschutzorganisationen warten viele großartige Hunde auf ein neues Zuhause. Einem solchen Hund eine zweite Chance zu geben, kann etwas unglaublich Schönes sein.
Nicht nur ich als Tierärztin mit einem Herz für Hunde sehe das so, auch unser Webadministrator Mark hat mich noch einmal darauf aufmerksam gemacht. Ihm liegt der Tierschutz nicht nur grundsätzlich am Herzen. Mit seiner Hündin Phoebe lebt er selbst mit einer ehemaligen Zuchthündin zusammen, die misshandelt und unter nicht artgerechten Bedingungen gehalten wurde und dadurch stark traumatisiert ist.
Mark hat deshalb einen wichtigen Punkt angesprochen:
Wer über die Anschaffung eines Hundes nachdenkt, sollte nicht automatisch nur nach einem Welpen und einem Züchter suchen, sondern sich zumindest auch fragen, ob ein Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz zum eigenen Leben passen könnte.
Damit hat er aus meiner Sicht vollkommen recht.
Gleichzeitig möchte ich daraus aber auch keine moralische Entscheidung zwischen „kaufen“ und „adoptieren“ machen.
Ein Hund aus dem Tierschutz ist nicht automatisch für jeden Menschen die bessere Wahl. Genauso wenig ist ein Welpe vom Züchter automatisch die einfachere oder sicherere Wahl.
Eine Familie mit kleinen Kindern stellt möglicherweise andere Anforderungen an die Einschätzbarkeit eines Hundes als ein erfahrener Hundehalter in einem ruhigen Haushalt. Ein Jäger, der einen Hund für bestimmte jagdliche Aufgaben sucht, achtet auf andere Eigenschaften als jemand, der einen entspannten Begleithund möchte. Und ein erwachsener Hund aus einem guten Tierheim, dessen Charakter bereits über längere Zeit bekannt ist, kann in manchen Situationen sogar wesentlich besser einzuschätzen sein als ein acht Wochen alter Welpe.
Deshalb bleibt meine wichtigste Frage immer dieselbe:
Welcher konkrete Hund passt zu diesem Menschen und zu seinem Leben?
Wenn du dir grundsätzlich vorstellen kannst, einem Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz ein Zuhause zu geben, haben wir deshalb einen eigenen ausführlichen Schwesterartikel geschrieben:
→ Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz adoptieren – worauf muss ich achten?
Dort geht es ausführlich um Tierheimhunde, Pflegestellen und Auslandstierschutz, um Familien mit Kindern, unbekannte Vorgeschichten, seriöse Vermittlungsstellen und gesundheitliche Besonderheiten. Und Mark erzählt dort auch ein wenig über Phoebe und seine persönlichen Erfahrungen mit dem Tierschutz.
In diesem Artikel konzentriere ich mich dagegen bewusst auf die Frage, worauf du achten solltest, wenn du dich für den Kauf eines Hundes bzw. Welpen entscheidest.
1. Welcher Hund passt wirklich zu mir?
Natürlich darf ein Hund gefallen. Aber Aussehen sollte nicht das wichtigste Auswahlkriterium sein. Viel wichtiger ist die Frage, ob die Eigenschaften eines Hundes zu deinem tatsächlichen Alltag passen. Und dabei meine ich ausdrücklich den Alltag, den du heute hast – nicht den, den du dir mit Hund vielleicht vorstellst.
Dabei solltest du folgende Dinge berücksichtigen: Wie viel Zeit hast du jeden Tag?
Wie gerne und wie lange bist du wirklich draußen? Müsste der Hund regelmäßig alleine bleiben? Leben Kinder, Katzen oder andere Tiere im Haushalt?
Möchtest du mit deinem Hund wandern, Hundesport betreiben oder suchst du eher einen entspannten Familien- und Begleithund?
Auch Größe und Kraft werden manchmal unterschätzt. Einen großen Hund sollte man im Zweifel auch dann sicher halten können, wenn die Erziehung gerade einmal nicht funktioniert.
Und natürlich gehört die finanzielle Seite dazu. Futter, Versicherung, Hundesteuer und Ausstattung sind planbar. Tierarztkosten sind es nicht immer!
Ein Hund begleitet dich möglicherweise 10 bis 15 Jahre. Deshalb sollte er nicht nur in dein Herz, sondern auch in dein Leben passen.
2. Schau nicht nur auf das Aussehen einer Rasse
Wenn du dich für eine bestimmte Rasse interessierst, würde ich mich zuerst fragen:
Wofür wurde dieser Hund ursprünglich gezüchtet?
Ein Jagdhund, Hütehund, Herdenschutzhund oder Wachhund bringt bestimmte Anlagen mit, die nicht einfach verschwinden, nur weil er heute als Familienhund gehalten wird. Natürlich ist jeder Hund ein Individuum, aber trotzdem werden Rasse und Zuchtlinie einiges darüber verraten, wie viel Bewegungsdrang, Jagdtrieb, Arbeitswillen oder Eigenständigkeit zu erwarten sind.
Genau das war auch bei Queeny ein Thema. Ein Border Terrier ist klein und sieht für viele zunächst nach einem unkomplizierten kleinen Begleithund aus. Trotzdem steckt darin ein echter Terrier mit Temperament, Jagdtrieb, Ausdauer und einem ziemlich eigenen Kopf. Das muss man mögen – und es muss zum eigenen Alltag passen.
Deshalb würde ich mich erst für einen Hundetyp oder eine Rasse entscheiden und danach nach einem konkreten Hund suchen.
3. Welpe, erwachsener Hund oder vielleicht ein Senior?
Auch diese Entscheidung sollte früh fallen. Ein Welpe ist natürlich unglaublich niedlich. Gleichzeitig bedeutet ein Welpe Arbeit.
Stubenreinheit, Ruhe, Alleinbleiben, Leinenführigkeit, Autofahren und viele andere Dinge des täglichen Lebens müssen erst gelernt werden. Und bei einem acht oder zehn Wochen alten Hund weiß niemand exakt, wie sich sein Charakter später entwickeln wird.
Bei einem erwachsenen Hund lässt sich dagegen häufig schon wesentlich besser einschätzen, wie aktiv er ist, welche Eigenschaften er mitbringt und ob er beispielsweise mit Kindern oder anderen Tieren zurechtkommt.
Deshalb muss es keineswegs immer ein Welpe vom Züchter sein.
Auch in Tierheimen und bei seriösen Tierschutzorganisationen warten viele großartige Hunde auf ein Zuhause. Entscheidend ist nicht, woher dein Hund kommt, sondern dass Hund und Mensch möglichst gut zusammenpassen und die Vermittlung verantwortungsvoll erfolgt.
Wenn für dich ein Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz infrage kommt, findest du dazu in unserem Schwesterartikel „Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz adoptieren – worauf muss ich achten?“ viele weitere Informationen.
4. Wenn die Rasse feststeht, schaue ich auf die Gesundheit
Jetzt kommt der Punkt, bei dem mein tierärztlicher Blick besonders wichtig wird. Viele Hunderassen haben eine erhöhte Veranlagung für bestimmte Erkrankungen. Je nach Rasse können beispielsweise Hüft- oder Ellenbogendysplasie, Patellaluxationen, erbliche Augen- oder Herzerkrankungen oder bestimmte genetisch bedingte Erkrankungen eine Rolle spielen.
Für viele dieser Erkrankungen gibt es Untersuchungen oder DNA-Tests.
Deshalb würde ich mich vor der Suche nach einem Züchter informieren:
Welche gesundheitlichen Probleme kommen bei meiner gewünschten Rasse häufiger vor? Und welche Untersuchungen sollten verantwortungsvolle Züchter bei ihren Zuchttieren durchführen lassen?
Denn wenn ich weiß, wonach ich fragen muss, kann ich einen Züchter anschließend ganz anders beurteilen.
Ein Satz wie „Unsere Hunde sind alle gesund“ würde mir nicht reichen.
Ich möchte wissen, welche Untersuchungen durchgeführt wurden und welche Ergebnisse vorliegen.
5. Vorsicht bei extremen Zuchtmerkmalen
Zur Gesundheit gehört für mich noch etwas anderes. Manche Merkmale, die Menschen besonders niedlich oder außergewöhnlich finden, können für den Hund erhebliche gesundheitliche Konsequenzen haben.
Ein extrem kurzes Gesicht, sehr kurze Beine, übermäßige Hautfalten oder andere stark ausgeprägte Körpermerkmale können Atmung, Bewegung oder Lebensqualität beeinträchtigen.
Deshalb würde ich bei der Auswahl einer Rasse immer auch fragen:
Kann dieser Hund mit seinem Körper möglichst uneingeschränkt Hund sein?
Kann er normal atmen, laufen, spielen und kommunizieren?
Gesundheit und Lebensqualität sollten immer wichtiger sein als das Aussehen.
6. Erst jetzt würde ich nach einem guten Züchter suchen
Wenn ich weiß, welcher Hund zu mir passt und welche gesundheitlichen Besonderheiten ich bei dieser Rasse beachten muss, beginnt für mich die Suche nach einem Züchter.
Und hier gibt es einen interessanten Unterschied:
Bei einem guten Züchter bewirbst nicht nur du dich um einen Welpen – ein Stück weit bewirbt sich auch der Züchter bei dir.
Ich möchte Fragen stellen können. Aber ich finde es genauso positiv, wenn der Züchter mir Fragen stellt.
Wo wird der Hund leben? Wie lange müsste er alleine bleiben? Gibt es Kinder? Habe ich Hundeerfahrung? Was möchte ich später mit dem Hund machen?
Ein verantwortungsvoller Züchter möchte wissen, wo seine Welpen hinkommen.
Wenn einem Verkäufer dagegen vollkommen egal ist, wer den Hund mitnimmt, solange bezahlt wird, wäre das für mich kein gutes Zeichen.
7. Ich möchte sehen, wo mein Welpe aufwächst
Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte überhaupt.
Ich möchte den Welpen dort besuchen, wo er tatsächlich lebt, und sehen, wie es in seiner Umgebung aussieht. Ich möchte auch sehen, wie die Menschen bzw. Züchter in seinem Umfeld mit den Hunden umgehen und ob die Welpen neugierig und altersentsprechend reagieren.
Insgesamt möchte ich beurteilen können, ob die Situation vor Ort insgesamt stimmig wirkt.
Die ersten Lebenswochen prägen einen Hund stark. Deshalb interessiert mich nicht nur, wie süß der Welpe aussieht, sondern auch unter welchen Bedingungen er aufwächst.
8. Und natürlich möchte ich die Mutterhündin sehen!
Bei einem Welpen vom Züchter möchte ich nach Möglichkeit auch die Mutter zusammen mit ihren Welpen kennenlernen. Und nicht nur auf einem Foto oder auf einem Video.
Ich möchte selbst sehen, welchen Eindruck die Mutter macht und wie sie sich gegenüber ihren Welpen verhält.
Dabei würde ich aber auch auf die Mutterhündin selbst schauen. Macht sie einen gesunden und gut versorgten Eindruck? Wie lebt sie? Und habe ich das Gefühl, dass ihr Wohlergehen für den Züchter genauso wichtig ist wie das ihrer Welpen?
Denn leider gibt es auch Hündinnen, die unter unseriösen Bedingungen immer wieder zur Zucht eingesetzt werden und letztlich nur noch als „Gebärmaschinen“ dienen. Welche Spuren ein solches Leben hinterlassen kann, zeigt auch die Geschichte von Marks Hündin Phoebe sehr eindrücklich.
Verantwortungsvolle Zucht bedeutet für mich deshalb nicht nur gesunde und gut aufgezogene Welpen. Sie bedeutet genauso, verantwortungsvoll mit den Muttertieren umzugehen.
Natürlich kann es einmal einen nachvollziehbaren Grund geben, warum ein Muttertier nicht anwesend ist.
Aber wenn angeblich vor Ort gezüchtet wird und ich weder die Mutter noch die tatsächliche Aufzucht sehen darf, würde mich das sehr skeptisch machen.
Spätestens wenn dann noch Zeitdruck entsteht oder eine schnelle Anzahlung verlangt wird, würde ich Abstand nehmen.
9. Hund im Internet kaufen – das Internet ist nicht das eigentliche Problem
Viele Menschen suchen heute bei Google, auf Züchterseiten oder über Kleinanzeigen nach einem Hund. Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches.
Das Internet kann ein guter Ort sein, um einen Züchter zu finden. Es sollte aber nicht der Ort sein, an dem ich einen Hund ungeprüft kaufe.
Ein schönes Foto sagt nichts darüber aus, wo der Welpe geboren wurde, und eine sympathische WhatsApp-Nachricht beweist keine seriöse Zucht.
Und nein, auch ein hoher Kaufpreis ist kein Qualitätssiegel!
Ich würde deshalb niemals einen Welpen ausschließlich anhand einer Anzeige kaufen und ihn anschließend irgendwo abholen.
Eine Übergabe auf einem Parkplatz oder einer Autobahnraststätte wäre für mich ein massives Warnsignal.
Ich möchte vor dem Kauf unbedingt Klarheit haben:
Wo kommt dieser Hund wirklich her?
10. Aber der Welpe tut mir so leid und der ist so süß
Das ist wahrscheinlich einer der schwierigsten Momente beim Hundekauf.
Du siehst einen Welpen unter schlechten Bedingungen und dein erster Gedanke ist:
„Den kann ich doch nicht hierlassen.“
Das ist menschlich vollkommen nachvollziehbar. Aber leider funktioniert illegaler oder unseriöser Welpenhandel genau über diesen Mechanismus.
Wenn jemand den Welpen aus Mitleid kauft, bekommt der Verkäufer sein Geld. Und solange dieses Geschäft funktioniert, folgt der nächste Welpe.
Bei einem ernsthaften Verdacht auf illegalen Tierhandel oder tierschutzwidrige Haltung würde ich deshalb Informationen sichern und mich an das zuständige Veterinäramt oder gegebenenfalls die Polizei wenden.
11. Jetzt kommt der konkrete Welpe
Erst wenn ich alles vorab Geschriebene geprüft habe, würde ich mich intensiver mit einem bestimmten Welpen beschäftigen.
Natürlich schaue ich mir dabei auch seinen Gesundheitszustand an. Ich möchte einen altersentsprechend aufmerksamen und interessierten Hund sehen.
Auffälliger Augen- oder Nasenausfluss, Husten, ungewöhnliche Atemgeräusche, anhaltender Durchfall, deutliche Hautveränderungen, Lahmheit oder ein auffällig apathischer Welpe sollten abgeklärt werden.
Aber um das auch noch mal ganz klar zu sagen:
Ein Welpe kann zunächst vollkommen gesund aussehen und trotzdem sehr krank sein!
Deshalb ersetzt ein guter äußerer Eindruck weder die Gesundheitsvorsorge beim Züchter noch eine tierärztliche Untersuchung.
12. Impfpass, Chip und Papiere genau anschauen
Auch bei den Unterlagen würde ich mir Zeit nehmen.
Alter des Hundes, Chipnummer, Impfungen und Dokumente müssen plausibel zusammenpassen.
Bei einem Rassehund interessieren mich außerdem Abstammung und vor allem die für diese Rasse relevanten Untersuchungsergebnisse der Elterntiere.
Ein Impfpass allein ist kein Beweis für einen gesunden Hund oder eine seriöse Zucht.
Und bei wichtigen Dokumenten wäre ich mit Aussagen wie „Das schicken wir später nach“ vorsichtig.
Zu einem seriösen Verkauf gehört für mich außerdem ein vernünftiger Kaufvertrag.
13. Lass dich nicht unter Druck setzen
Wenn du hörst:
„Heute Nachmittag kommt noch jemand. Wenn Sie ihn möchten, müssen Sie sich jetzt entscheiden.“
Dann lass dich davon nicht unter Druck setzen.
Ein Hund begleitet dich vielleicht 15 Jahre oder länger. Dann darf und sollte die Entscheidung für den richtigen Hund auch ein paar Tage dauern!
Ich würde einen Welpen lieber mehrmals besuchen, darüber schlafen und die Entscheidung in Ruhe mit meiner Familie besprechen.
Und ein verantwortungsvoller Züchter sollte ebenfalls daran interessiert sein, dass diese Entscheidung gut überlegt ist.
14. Nach dem Einzug: einmal beim Tierarzt vorstellen
Wenn dein neuer Hund dann bei dir eingezogen ist, würde ich ihn zeitnah tierärztlich untersuchen lassen – auch wenn zunächst alles völlig normal aussieht.
Bring zu diesem Termin sämtliche Unterlagen mit.
Wir können Allgemeinzustand, Herz und Lunge, Augen, Ohren, Maulhöhle, Haut und Fell sowie den Bewegungsapparat kontrollieren und gemeinsam Impfstatus, Parasitenvorsorge und Ernährung besprechen.
Bei einem Rassehund können wir außerdem noch einmal schauen, welche gesundheitlichen Vorsorgeuntersuchungen im weiteren Leben sinnvoll sind.
Sollte dein neuer Hund in den ersten Tagen gesundheitliche Probleme entwickeln, findest du bei uns auch ausführliche Informationen zu Durchfall beim Hund, Appetitlosigkeit beim Hund und gelbem Erbrechen bzw. Galle.
Meine Checkliste vor dem Hundekauf
Bevor ein Hund bei mir einziehen würde, möchte ich möglichst alle diese Fragen mit Ja beantworten können:
☐ Passt diese Rasse bzw. dieser Hundetyp wirklich zu meinem Alltag?
☐ Kenne ich die typischen Eigenschaften und Bedürfnisse dieser Rasse?
☐ Kenne ich wichtige rassetypische Erkrankungen?
☐ Weiß ich, welche Gesundheitsuntersuchungen bei den Elterntieren sinnvoll sind?
☐ Habe ich mir die entsprechenden Untersuchungsergebnisse zeigen lassen?
☐ Habe ich den Welpen dort gesehen, wo er tatsächlich aufwächst?
☐ Habe ich die Mutterhündin gesehen?
☐ Macht die Aufzucht einen guten und sauberen Eindruck?
☐ Wirken Mutter und Welpen gesund?
☐ Interessiert sich der Züchter dafür, wo sein Welpe zukünftig leben wird?
☐ Kann ich den Welpen in Ruhe kennenlernen?
☐ Sind Alter, Chip, Impfungen und Unterlagen plausibel?
☐ Bekomme ich einen ordentlichen Kaufvertrag?
☐ Habe ich die laufenden Kosten und mögliche Tierarztkosten bedacht?
☐ Kann ich meine Entscheidung ohne Zeitdruck treffen?
☐ Werden die Mutterhündin und die anderen Zuchttiere artgerecht gehalten und verantwortungsvoll betreut?
Wenn ich bei mehreren wichtigen Punkten Nein sagen müsste, würde ich diesen Hund nicht kaufen.
Bist Du nach dem Lesen des Artikels noch unsicher? Frag uns, bevor du den Hund kaufst!
Viele zukünftige Hundehalter kommen erst dann zu uns, wenn der Welpe bereits eingezogen ist. Dabei kann ein Gespräch vor dem Hundekauf manchmal viel sinnvoller sein.
Du schwankst zwischen verschiedenen Rassen? Du hast bereits einen Züchter gefunden und weißt nicht, welche Gesundheitsuntersuchungen wichtig sind? Oder du hast Unterlagen bekommen, die du nicht richtig einschätzen kannst?
Dann sprich uns gerne an.
Im Tiermedizinzentrum am Zauberberg in Kelkheim beraten wir Hundehalter aus Kelkheim, Königstein, Kronberg, Bad Soden, Hofheim und dem gesamten Taunus gerne auch vor dem Hundekauf.
Und wenn ich aus meiner tierärztlichen Erfahrung und unserer eigenen Suche nach Queeny einen Rat mitgeben dürfte, dann diesen:
Such dir nicht zuerst den schönsten Welpen aus. Überlege zuerst, welcher Hund wirklich zu deinem Leben passt. Informiere dich dann über die Gesundheit dieser Rasse und suche anschließend einen Züchter oder eine Vermittlungsstelle, der du vertrauen kannst.
Und wenn du dabei feststellst, dass es vielleicht gar kein Welpe vom Züchter sein muss, schau dir auch unseren Schwesterartikel „Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz adoptieren – worauf muss ich achten?“ an.
LINK: Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz adoptieren – worauf muss ich achten?
Dr. med. vet. Katja Feuerbacher
Tiermedizinzentrum am Zauberberg – KelkheimDieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle tierärztliche Beratung oder Untersuchung
